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Rough Justice ’84 im Check im Test -Ein Agent im Würfelglück!

Die etwas anderen Games

Manchmal sind es gerade die unkonventionellen Games, die einen zum Nachdenken über das Wesen von Spielen anregen. “Rough Justice: ’84” wirkt auf den ersten Blick wie eine wilde Mischung unterschiedlicher Elemente, die scheinbar nicht so recht zueinander passen. Doch nach ein paar Stunden Spielzeit stellt sich heraus: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

Ein Hauch von Retro-Vibes

Man könnte sagen, “Rough Justice: ’84” ist eine Zeitreise in die 1980er-Jahre, wo man per CB-Funk zwielichtige Privatschnüffler durch neonbeleuchtete Großstadtstraßen dirigiert. Hier gibt es keine 4K-Superhelden oder atemberaubende Verfolgungsjagden. Stattdessen versprüht das Spiel angenehme Retro-Vibes – wie vor einem C64, aber mit besserer Grafik. Der Soundtrack schwingt zwischen “Die Straßen von San Francisco” und 80er-Jahre-Pornos. Für Liebhaber dieser Ästhetik ist “Rough Justice: ’84” wie ein Glücksgriff.

Würfel, Entscheidungen und schmuddeliger Charme

Das Spielprinzip ist simpel: Agenten mit spezifischen Fähigkeiten werden durch verschiedene Fälle dirigiert. Jeder Agent hat begrenzte Züge, und die Fälle müssen innerhalb einer bestimmten Zeit gelöst werden. Die Entscheidungen, wann welcher Fall angegangen wird, verleihen dem Spiel taktische Tiefe. Denn geht den Agenten unterwegs die Puste aus, ist der Auftrag gescheitert.

Würfelglück und moralische Entscheidungen

Der eigentliche Kern des Spiels ist das auf Würfeln basierende Punktesystem. Hier kommt der Zufall ins Spiel, und man muss Entscheidungen treffen, die oft auf Glück beruhen. Das Spielprinzip mag simpel wirken, entwickelt sich aber zu einer komplexen Herausforderung. Geldmanagement, spezialisierte Agenten und moralische Entscheidungen beeinflussen den Verlauf des Spiels.

Ein schmutziger Job, aber jemand muss ihn machen

Im Spiel trifft man auf skurrile Charaktere, wobei Humor nie zu kurz kommt. Das Trashige und leicht Alberne, das nie genau zwischen Ernsthaftigkeit und Satire unterscheidet, macht einen Großteil des Reizes aus. Die Kommunikation mit den “Sachbearbeitern” und die moralischen Dilemma-Missionen tragen zur schmuddeligen Atmosphäre bei.

Einblick in die Mechanik

Die Agenten haben spezifische Stärken und Schwächen, und die Auswahl der Ausrüstung beeinflusst die Würfelwertung. Das Spiel erfordert taktisches Geschick, doch am Ende bleibt alles eine Frage des Würfelglücks. Moralistische Entscheidungen und Minispiele bringen zusätzliche Tiefe und Abwechslung ins Spiel.

Repetitivität als Stilmittel

Trotz der anfänglichen Einfachheit entfaltet “Rough Justice: ’84” eine erstaunliche Vielfalt. Die Entscheidungen und Dilemma-Missionen beeinflussen den Verlauf, und die finanzielle Voraussicht ist entscheidend. Das Spiel hat eine gewisse Repetitivität, die jedoch gut zum Setting passt. Man fühlt sich wie ein abgebrühter Agenturchef, stets auf den nächsten Fall fokussiert.

Fazit: Ein Glücksgriff abseits des Mainstreams

Trotz einiger anfänglicher Bugs und kleinerer Fehler im System bleibt der Spielspaß ungetrübt. Die Ideen hinter “Rough Justice: ’84” sind teilweise brillant und könnten sogar in größeren Produktionen Verwendung finden. Das Spiel beweist, dass für ein richtig gutes Spielerlebnis nicht immer bahnbrechende Effekte und aufwendige Technik notwendig sind. Die Entwickler haben hier etwas Besonderes geschaffen, das auch in Zukunft weiterentwickelt werden sollte.

Rough Justice '84 im Check im Test -Ein Agent im Würfelglück!
74
Description
Atmosphäre und Agenten sind der Trumpf von Rough Justice '84. Die Idee ist gut, die Musik und das Design überzeugen. Doch das Gameplay enttäuscht an manchen Stellen. Die Minispiele sind ein Schwachpunkt, der die gute Grundidee beeinträchtigt. Wer sich für die Action der 80er und das Setting interessiert, kann dem Spiel durchaus eine Chance geben – in der Hoffnung auf zukünftige Verbesserungen.

Positives

  • Atmosphäre und Agenten
  • Würfelbasierte Falllösung

Negatives

  • Die Stadt fühlt sich ein wenig leer an
  • Klischees aus Polizeiserien

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