Fabian geschrieben von  Nov 26, 2018

Battlefield V

Siebzehn Jahre ist es mittlerweile her das mit Battlefield 1942 die erfolgreiche Battlefield-Reihe das erste Mal das Licht des Lebens entdeckte. Damals noch exklusive für den PC, kann man heutzutage die Spiele auch auf den Heimspielekonsolen finden. In den letzten siebzehn Jahren ist viel in der Battlefield-Reihe geschehen. Insgesamt 16 Titel wurden seitdem herausgebracht, davon waren aber längst nicht alle das Gelbe vom Ei. Trotzdem kämpfte die Reihe stehts mit „Call of Duty“ um die Krone im Genre. Damals war insbesondre der abwechslungsreiche Singleplayer ein Kaufgrund, mittlerweile ist aber auch hier der Schwerpunkt auf Multiplayer gerichtet. „Call of Duty“ kommt sogar erstmals ohne Solopart daher. Dabei wird der Singleplayer-Modus von einigen Spielern durchaus vermisst. Insbesondere Gelegenheitsspieler schätzen diesen sehr. Doch in welche Richtung geht „Battlefield V“?

Zurück zu den Wurzeln

Angefangen hat alles mit dem zweiten Weltkrieg. In den letzten Teilen wurde aber vermehrt futuristische Schauplätze gewählt. Nicht jedem Spieler gefiel diese Entwicklung. Beim aktuellen Battlefield dürfen sich die Spieler wieder darauf freuen, dass sich die Entwickler den beiden Weltkriegen widmen. Dabei wird auf eher unbekannte Schauplätze gesetzt. Wer bereits den Vorgänger „Battlefield 1“ gespielt hat, wird sich vielleicht denken das er den Solopart bereits kennt. In der Tat ähneln die Geschichten und Schauplätze dem Vorgänger.

Die Story an sich ist leider nicht ganz so packend und hätten etwas mehr Tiefe vertragen können. Dafür sind die Kriegsschauplätze interessant und gut in Szene gesetzt worden. Battlefield schickt uns dieses Mal unter anderem nach Nordafrika und Skandinavien. Das EA für Gleichberechtigung steht sieht man nicht zuletzt bei FIFA, bei dem es seit einigen Jahren Frauenfußball gibt. Erstmals kann man nun aber auch als Frau in den Krieg ziehen. Dies kann man nun natürlich gutheißen oder verdammen. Am Ende kann aber ja jeder für sich selbst entscheiden in welche Rolle er schlüpft.

Im neuen Teil erhalten die Soldaten mehr Persönlichkeit, so haben die verschiedenen Charaktere Ängste, Sorgen, aber auch kleine Freuden. Einen Supersoldaten sucht man hier vergebens, dass führt zu einem realistischeren empfinden. Man sollte in manchen Einsätzen auch mit Bedacht ans Werk gehen, da ansonsten schnell Verstärkung gerufen wird. Natürlich warten aber auch wieder große Schlachtszenen auf einen. Taktisch vielleicht eher unklug, aber das gehört zu Battlefield dazu. Schade das aus den Kriegsgeschichten Ansicht nicht noch mehr gemacht wurde. Leider merkt man hier das am Ende doch der Hauptmerk auf den Multiplayer-Modus gelegt wurde. Leider wurde auch auf eine deutsche Übersetzung verzichtet, so dass es erstmals nur Untertitel gibt. Insgesamt ist der Singleplayer zwar ganz nett, aber haut einen auch nicht vom Hocker.

Im Multiplayer fällt einem als erstes auf, dass die Spielgeschwindigkeit verringert wurde. Hierdurch wurde ein besseres Spielgefühl geschaffen. In Sachen Grafik wurde hier auch nochmal ein Schritt nach vorne gegenüber dem Vorgänger gemacht. Die Maps sind mit vielen Details gespickt und überzeugen durch tolle Lichteffekte, welche ein besseres Spielgefühl hervorrufen. Ebenfalls neu ist die Tatsache, dass eure Soldaten nun Befestigungen an dafür vorgesehenen Punkten errichten und sich so besser und effektiver schützen können bzw. strategische Punkte besser verteidigt werden. Da werden einige Sandsäcke geschleppt und Barrikaden errichtet. Der Nutzen ist nicht von der Hand zu weisen. Ein wichtiger Aspekt beim Multiplayer ist die Teamarbeit. Alleingänger haben es verdammt schwer. In Sachen Spielvarianten sind wieder die bekannten Möglichkeiten wie Team Deathmatch und Eroberung, sowie die neuen „Grand Operations“, die über einen längeren Zeitraum verlagert sind an Board. Einen klassischen Battle Royal-Modus gibt es nicht.

Fazit: Der Solopart ist leider kein Kauf wert. Zwar kann man sich hiermit eine Zeitlang begnügen, aber viel mehr hat er leider nicht zu bieten. Wer nur oder überwiegend offline spielen will, der wird hier nicht wirklich fündig. Der Multiplayer-Modus wurde hingegen mit einigen Sachen sinnvoll verbessert und bietet noch mehr packende Gefechte wie der Vorgänger.

Weitere Informationen

  • Erscheinungsdatum: Dienstag, 20 November 2018
  • Publisher: EA Games
  • Plattformen: PC, PS4, Xbox One
  • Genre: Action
  • Review oder Preview: Review
  • Getestet auf: PS4

Spiel mit Multiplayer

Grafik: 86% - 1 votes
Sound: 83% - 1 votes
Gameplay: 71% - 1 votes
Singleplayer: 51% - 1 votes
Multiplayer: 77% - 1 votes
Handlung: 62% - 1 votes
Motivation: 67% - 1 votes

Okay

Der Solopart ist leider kein Kauf wert. Zwar kann man sich hiermit eine Zeitlang begnügen, aber viel mehr hat er leider nicht zu bieten. Wer nur oder überwiegend offline spielen will, der wird hier nicht wirklich fündig. Der Multiplayer-Modus wurde hingegen mit einigen Sachen sinnvoll verbessert und bietet noch mehr packende Gefechte wie der Vorgänger.

Fabian

Ist nach schlaflosen Wochen nachts spielen um Jahre gealtert, obwohl er gar nicht Geburtstag hatte.

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