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Drei Wheels imWohnzimmer-Härtetest

Logitech G923 • Thrustmaster T248 • Superdrive SV250

Wer ins Sim-Racing einsteigt, steht vor der Grundsatzfrage: Allrounder, Midrange-Punch oder Minimalbudget? Wir haben drei sehr unterschiedliche Bundles gegeneinander fahren lassen – mit Blick auf Haptik, Bedienung, Feedback, Pedale, Software, Kompatibilität und Alltagstauglichkeit.

Setup, Look & Feel
Das Logitech G923 gibt den klassischen Sim-Racer: kompakter Kranz mit Kunstleder, sauber integrierte Rev-LEDs – wertig, aber bewusst unaufgeregt. Die Montage gelingt in Minuten über die bewährte Tischklemme, danach sitzt das Wheel fest für lange Sessions. TrueForce-Branding verrät den Technik-Trumpf (dazu gleich mehr).

Das Thrustmaster T248 wirkt moderner und „cockpitiger“: griffige Gummi-Flanken, zentral platziertes Race-Dash im Wheel, viele Direkt­tasten und vor allem eine Schnellspann-Klemme, die häufiges Ab-/Aufbauen sehr bequem macht.

Das Superdrive SV250 verfolgt Minimalismus: kleines Lenkrad, Paddles, eine einfache Pedaleinheit. Es wird per Saugnäpfen auf glatter Fläche fixiert – superschnell verstaut, aber nicht so standfest wie Schraub-/Klemmlösungen. Rotation 180°, drei Empfindlichkeitsstufen. Kompatibel mit Switch, PS4, Xbox One/Series und PC (kein PS5)

Force-Feedback & Kontrolle
Beim G923 arbeitet ein Dual-Motor-Antrieb;. Es bietet moderates, gut kontrollierbares FFB. Ideal, wenn ihr lange, saubere Stints fahrt und Detailinfos ohne „Überpower“ wollt. Allerdings dürfte etwas mehr Power dahinter stecken. Ein bisschenleicht und schwammig ist es schon.

Das T248 geht spürbar kräftiger zu Werke: Hybrid-Drive, „70 % stärker als T150“, drei vordefinierte FFB-Presets von linear bis betont. Das Ergebnis wirkt „streckennäher“ – Lastwechsel, Gripkante und Curbs kommen klarer durch, ohne schnell zu ermüden.
Beim SV250 bekommt ihr Vibration/Arcade-Feedback mit begrenztem Lenkwinkel – gut zum Reinschnuppern, aber nicht gemacht für Präzisionsjagd in Sims.

Pedale & Bremsgefühl
G923: Das mitgelieferte 3-Pedal-Set nutzt Potentiometer, die Bremse hat eine progressive Feder – ordentlich dosierbar, robust, aber nicht so dauerhaft/fein wie berührungslose Systeme.

T248: Im Set sind die T3PM-Magnetpedale – kontaktlos, sehr wiederholgenau, vier Bremsdruck-Modi. In der Praxis spürt man die ruhigere Auflösung beim Bremsen sofort, gerade in Kurvenanfahrten.

SV250: Leichte 2-Pedal-Einheit (Gas/Bremse) für den schnellen Einstieg. Für Arcade-Runden ok, bei Feindosierung und Standfestigkeit aber klar unter G923/T248.

Software & Feintuning
Logitech G Hub bringt beim G923 schnelle Kalibrierung, Button-Mapping, Profile und TRUEFORCE-Regler – Plug-&-Play-freundlich. TRUEFORCE braucht allerdings Spiele-Support; die Liste wächst, ist aber nicht universell.

Beim T248 könnt ihr am PC Dash-Layouts umschalten, FFB-Kurven wählen, Rotationswinkel anpassen und Firmware pflegen; auf Konsole helfen MODE-Taste/Encoder plus Spieleinstellungen.

Das SV250 ist bewusst „simpel“: anschließen, Sensitivität wählen, los. Für Vibration am PC gibt es einen separaten Treiber-Download.

Kompatibilität
Alle drei laufen am PC. Das G923 gibt es in PlayStation- und Xbox-Varianten; das T248 ebenfalls (jeweils offiziell lizenziert). Das SV250 ist breit anschließbar (Switch/PS4/Xbox/PC), aber nicht PS5-kompatibel.

Lautstärke & Langstrecke
G923: Getriebe-FFB kann hörbar werden – besonders bei hohen Effekten/TRUEFORCE. Wir empfanden es als störend.

T248: Basis arbeitet ruhig; magnetische Schaltwippen gelten in vielen Reviews als deutlich hörbar – wer spätabends ohne Kopfhörer fährt, sollte es wissen

SV250: Der Antrieb selbst ist leise, aber das Saugnapf-Setup kann bei harten Inputs knarzen/rutschen – Untergrund wählen, dann passt es. Der Motor hat allerdings auch nicht viel Power.

Auf der Strecke
Das T248 vermittelt den intensivsten Live-Kontakt: Curbs, Gripaufbau und harte Bremszonen fühlen sich definierter an – ideal fürs Lernen von Bremspunkten. Das G923 fährt sich ruhig und berechenbar; TrueForce setzt schöne Textur-Details drauf. Das SV250 liefert Arcade-Spaß für Zwischendurch, hat aber bei schnellen Richtungswechseln weniger Präzisions-Reserve.

Preis/Leistung
Logitech G923: Das runde Gesamtpaket für Allrounder. Starke Alltagstauglichkeit, TrueForce-Details und solide Pedale – besonders attraktiv im Angebot. Für: Komfort & Kontrolle.

Thrustmaster T248: Viel Performance pro Euro: mehr Punch, Dash, Magnet-Pedale, flexible Presets. Für: „Track-Feeling“ ohne High-End-Preis.

Superdrive SV250: Ultragünstiger Start mit großer Geräte-Kompatibilität; ideal zum Reinschnuppern, aber klar limitiert bei Rotation/FFB. Für: Budget & Kids/Arcade.

Fazit:

THRUSTMASTER T248: Midrange-Champion: spürbar mehr Kraft, klares Streckenbild und Magnet-Pedale – fühlt sich eine Klasse „näher an der Strecke“ an

Gesamtnote:

LOGITECH G923: Stressfreier Allrounder mit TrueForce-Details und solider Haptik – verlässliche
Wahl für lange, entspannte Stints.

Gesamtnote:

Budget-Starter: sofort drin im Lenkrad-Feeling, aber mit Arcade-Grenzen – gut zum Einstieg, Upgrade-Pfad einplanen.

Gesamtnote:

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