Ares Wing Racing Chair im Test

Günstiger Einstieg ins Sim-Racing oder nur ein besserer Gaming-Stuhl?

Sim-Racing boomt – aber während viele beim Thema Lenkrad sofort an Logitech, Thrustmaster oder Fanatec denken, wird ein Punkt oft unterschätzt: der Sitz. Denn was bringt das beste Force Feedback, wenn man nach zwei Stunden Rückenschmerzen hat oder das halbe Setup bei jeder Kurve wackelt?

Genau deshalb schauen wir uns diesmal den Ares Wing Racing Chair genauer an. Ein Sim-Racing-Cockpit für unter 300 Euro, das auf den ersten Blick deutlich teurer wirkt, als es eigentlich ist. Stahlrahmen, Schalensitz-Look, Halterungen für Lenkrad und Pedale – also echtes Sim-Racing-Feeling zum Budget-Preis?

Zumindest optisch macht der Chair erstmal einiges her. Gerade in der blau-schwarzen Variante wirkt das Setup deutlich hochwertiger, als man es in dieser Preisklasse erwarten würde. Und auch beim ersten Probesitzen überrascht der Ares Wing durchaus positiv.

Komfort & Ergonomie

Der wohl wichtigste Punkt bei einem Racing Chair ist am Ende aber nicht die Optik, sondern der Komfort. Schließlich bringt einem das schönste Setup nichts, wenn man nach wenigen Runden schon wieder aufstehen möchte.

Und genau hier liefert der Ares Wing tatsächlich ordentlich ab. Die Polsterung ist angenehm weich, ohne zu schwammig zu wirken. Man sitzt stabil im Sitz und rutscht auch bei hektischeren Lenkbewegungen nicht hin und her. Gerade längere Sessions fühlen sich dadurch deutlich angenehmer an als auf einem normalen Bürostuhl.

Auch die Rückenlehne gibt guten Halt, und durch die verstellbare Sitzposition lässt sich das Ganze relativ flexibel anpassen. Für die meisten Spieler dürfte der Chair deshalb absolut alltagstauglich sein.

Perfekt ist das Ganze trotzdem nicht. Gerade größere oder breiter gebaute Personen könnten den Sitz etwas enger empfinden. Außerdem wirkt das Kunstleder zwar angenehm, aber nicht extrem hochwertig. Langfristig könnten hier bei intensiver Nutzung durchaus Abnutzungserscheinungen auftreten – ein Sitzbezug wäre deshalb wahrscheinlich keine schlechte Idee.

Bewertung Komfort: ⭐ 8,6 / 10
Bewertung Ergonomie: ⭐ 8,6 / 10

Verarbeitung & Qualität

Bei günstigen Racing Chairs ist die Verarbeitung oft genau der Punkt, an dem gespart wird. Dünne Rahmen, wackelige Konstruktionen oder billige Mechanik sind hier keine Seltenheit.

Der Ares Wing überrascht auch hier positiv. Der Stahlrahmen wirkt stabil und robust, und selbst bei stärkeren Bewegungen bleibt das Cockpit angenehm ruhig. Nichts fühlt sich billig oder instabil an – zumindest nicht für diese Preisklasse.

Auch die Nähte und die allgemeine Verarbeitung machen insgesamt einen ordentlichen Eindruck. Das Cockpit wirkt deutlich wertiger, als man es bei einem Preis von rund 279 Euro erwarten würde.

Natürlich merkt man trotzdem, dass man hier kein High-End-Rig für 800 Euro bekommt. Die Sitzmechanik hat leichtes Spiel, und einige Details wirken eher funktional als luxuriös. Genau das erwartet man in dieser Klasse allerdings auch.

Unterm Strich liefert der Ares Wing deshalb eine überraschend solide Qualität ab.

Bewertung Qualität/Verarbeitung: ⭐ 8,3 / 10

Aufbau & Montage

Beim Aufbau sollte man etwas Zeit einplanen. Je nach Erfahrung dauert die Montage ungefähr 30 bis 45 Minuten. Wirklich kompliziert wird es zwar nie, aber „mal eben schnell vor dem Rennen“ baut man das Cockpit definitiv nicht auf.

Sind allerdings alle Teile montiert, steht der Chair stabil und sicher. Genau das ist am Ende entscheidend – denn ein Racing-Cockpit muss sich während der Fahrt stabil anfühlen und darf nicht ständig verrutschen oder wackeln.

Bewertung Aufbau/Montage: ⭐ 8,0 / 10

Kompatibilität

Ein besonders wichtiger Punkt beim Kauf: Welche Lenkräder passen überhaupt auf das Cockpit?

Hier ist der Ares Wing erfreulich flexibel. Laut Hersteller unterstützt das Cockpit Systeme von Logitech, Thrustmaster, Fanatec und Moza. Damit lassen sich unter anderem ein Logitech G923, G29 oder G920 ebenso problemlos montieren wie ein Thrustmaster T248 oder stärkere Systeme von Fanatec.

Gerade für Einsteiger ist das ein großer Vorteil, weil man später nicht direkt das gesamte Cockpit austauschen muss, sobald ein neues Lenkrad kommt.

Natürlich gilt trotzdem: Je stärker und schwerer die Wheelbase wird, desto wichtiger ist ein sauberer Aufbau und das korrekte Festziehen aller Schrauben.

Bewertung Kompatibilität: ⭐ 8,3 / 10

Einsatz im Sim-Racing

Auf der Strecke zeigt sich dann, wie gut ein Racing Chair wirklich funktioniert. Und hier macht der Ares Wing einen erstaunlich guten Job.

Der Sitz bleibt stabil, auch wenn man stärker am Lenkrad arbeitet. Man sitzt sicher im Cockpit, ohne ständig nachkorrigieren zu müssen. Gerade beim Bremsen oder in hektischen Rennsituationen fühlt sich das Setup deutlich realistischer an als ein klassischer Schreibtisch-Aufbau.

Natürlich ersetzt der Chair kein professionelles Aluminium-Rig. Trotzdem entsteht hier echtes Sim-Racing-Feeling – und genau das dürfte für die meisten Spieler völlig ausreichen.

Bewertung Stabilität: ⭐ 8,5 / 10

Preis-Leistung

Und genau hier spielt der Ares Wing seine größte Stärke aus: den Preis.

Für rund 279 Euro bekommt man hier ein erstaunlich stabiles und komfortables Gesamtpaket. Klar gibt es kleinere Schwächen beim Kunstleder oder der Mechanik – aber gemessen am Preisniveau liefert das Cockpit insgesamt wirklich viel Racing-Feeling fürs Geld.

Gerade Einsteiger oder Gelegenheitsspieler bekommen hier einen sehr guten Einstieg ins Sim-Racing, ohne direkt ein Vermögen investieren zu müssen.

Bewertung Preis/Leistung: ⭐ 9,2 / 10

Fazit

Der Ares Wing Racing Chair ist vielleicht kein High-End-Rig für professionelle Sim-Racer – aber genau das will er auch gar nicht sein.

Stattdessen bekommt man hier ein überraschend stabiles, komfortables und vielseitiges Sim-Racing-Cockpit, das besonders im Verhältnis zum Preis überzeugt. Natürlich gibt es kleinere Kompromisse bei Material und Mechanik, doch für unter 300 Euro liefert der Chair insgesamt ein wirklich starkes Gesamtpaket.

Wer also endlich vom Schreibtisch aufs richtige Racing-Setup wechseln möchte, bekommt hier einen der interessantesten Budget-Einstiege im Sim-Racing-Bereich.

Ares Wing Racing Chair
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Description
Der Ares Wing Racing Chair ist vielleicht kein High-End-Rig für professionelle Sim-Racer – aber genau das will er auch gar nicht sein.

Positives

  • Überraschend stabiler Stahlrahmen
  • Hoher Komfort auch bei längeren Sessions
  • Gute Kompatibilität mit Logitech, Thrustmaster, Fanatec & Moza
  • Sehr starke Preis-/Leistung
  • Echtes Sim-Racing-Feeling statt Schreibtisch-Setup
  • Viele Verstellmöglichkeiten bei Sitzposition und Lehne

Negatives

  • Kunstleder wirkt etwas dünn
  • Sitz könnte für größere Personen eng werden
  • Sitzmechanik hat leichtes Spiel
  • Keine High-End-Features oder Feineinstellungen

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